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Eine bewegte Geschichte | Region Almeria

Teil der Alcazaba-Festung hoch über der Stadt von Almeria

Teil der Alcazaba-Festung hoch über der Stadt von Almeria | Andalusien

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Die Region Almeria kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken, die auch heute noch Land und Leute prägen. So ist der Jahrhunderte lange arabische Einfluss noch heute spürbar und bei genauerem Hinsehen sind an vielen Punkten der Region die stummen Zeugen vergangener Zeiten noch deutlich zu erkennen.

Highlights der Geschichte Almerias:

"Es war einmal" - Erste Siedlungen in Almeria

Palast des GeneralifeErste Anzeichen frühzeitlicher Kultur gab es in der Provinz Almeria bereits im 2-3 Jahrtausend v. Chr. Los Millaresist eine kupferzeitliche Siedlung und liegt auf einer Erhebung, einige Kilometer nördlich von Almeria. Los Millares besteht aus einer umwallten Siedlung und einer Ansammlung von Ganggräbern und gab der Los Millares-Kultur, deren Einfluss auf die Kulturen Spaniens und Portugals erheblich war, ihren Namen. Die Kultur des 3. und frühen 2. Jahrtausends v. Chr. baute Wein und Oliven an und hinterließ eine mit Symbolen verzierte Keramik. Heute ist die Siedlung immer einen Besuch wert und im Informationszentrum des Museums kann man sich über den Fortschritt der Ausgrabungen und der Lebensweise der Millares Kultur nähere Informationen holen.

"Die Römer waren überall..."

Palast des GeneralifeUngefähr im 3. Jahrhundert v. Chr. erkannten die Römer die strategische Lage Almerias und nutzten ganz besonders den Hafen von Adra (rund 40km südlich von Almeria) als Umschlagplatz ihrer Waren und für die Herstellung des "Garum". Des Weiteren waren es auch die Römer, die Gold und Silbervorkommenin der Region entdeckten und nutzten. Aus dieser Zeit finden sich noch einige gut erhaltene Bauwerke, wie zum Beispiel das Mausoleum in El Ejido.

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"Der arabische Einfluss"

Palast des GeneralifeVon der Eroberung der iberischen Halbinsel durch die Araber wurde auch die Provinz Almeria nicht verschont. Im Jahr 955 n.Chr. gründete der Emir und Kalif von Cordoba "Abd ar-Rahman III" den Haupthafen seines Reiches "Al-Mariyya" - übersetzt Spiegel des Meeres"- das dem heutigen Almeria seinen Namen gab. In dieser Zeit wurde die bekannte Alcazaba erbaut, die immer noch majestätisch über der Stadt wacht. Die engen Gassen der Altstadt, weiße Häuser und häufig unaussprechbare Dorfnamen sind ein Überbleibsel aus der Zeit, die Almeria bis heute prägt. Im Jahr 1489 eroberten die katholischen Könige Ferdinand und Isabel im Zuge der Rückeroberung Spaniens die Stadt. Aus dieser Zeit gibt es viele Geschichten und Legenden auf die wir auf unseren Reisen immer wieder eingehen.

"Vorsicht: Piraten!"

Palast des GeneralifeDas 16. Jahrhundert war für Almería ein Jahrhundert der Natur- katastrophen mit mindestens vier Erdbeben, von denen das im Jahr 1522 besonders viel Verwüstung anrichtete und u.a. die neu gebaute Katherale zerstörte. Außerdem fanden in jenem Jahrhundert regelmäßige Angriffe durch Berber-Piraten statt, die noch bis in das 18. Jahrhundert anhielten. Hauptsächlich wurden dabei Bewohner der Küstengegenden in die Sklaverei nach Nordafrika verschleppt. Aus diesem Grund gibt es in der Provinz Almeria fast keine alten Fischerorte. Das Leben spielte sich damals ausschließlich in den landinwärts liegenden Orten ab. Diese Situation änderte sich erst durch den Bau von Verteidigungsanlagen, die, wie eine Perlenschnur aneinandergereiht, die Küste vor Angriffen verteidigen sollten. Viele dieser Anlagen existieren heute noch und können, so wie die auf dem Bild zu sehende Anlage in Guardias Viejas (El Ejido), besucht werden.

"Goldrausch am Mittelmeer"

Palast des GeneralifeIm 19. Jahrhundert hielt die Industrialisierung auch in Almeria Einzug und in vielen Gebieten der Provinz wurde Gold und Eisenerz abgebaut. Einige Minen sind auch heute noch zugänglich und können besichtigt werden. Das Wahrzeichen der Industrialisierung ist mit Sicherheit die Ladestation für Bodenschätze, auch genannt "Cable Inglés" (wörtlich: englisches Kabel). Es wurde 1902 erbaut und war anfänglich Eigentum des englischen Bergbauunternehmens "The Alquife Mines Railway Limited" (daher der Name).Im Jahre 1998 wurde es aufgrund seiner historischen, symbolischen und visuellen Bedeutung zum Kulturdenkmal erklärt.

"Ganz grosses Kino in der Wüste von Tabernas!"

Palast des GeneralifeOffensichtlich war „Bully“ Herbig von der landschaftlichen Vielfalt Almerías sehr angetan, denn sein Film Der Schuh des Manitu kann als Hommage an zahlreiche Western gelesen werden, die in den 60er und 70er Jahren in den staubigen Tälern und Ebenen rund um den kleinen Wüstenort Tabernas und im Nationalpark Cabo de Gata gedreht wurden. In erster Linie waren es die Regisseure David Lean(Lawrence von Arabien) und(Für eine Handvoll Dollar, Für ein paar Dollar mehr, Zwei glorreiche Halunken, Spiel mir das Lied vom Tod, Todesmelodie), welche das Filmland Almería weltweit bekannt machten. Verwitterte Felsformationen, staubige Wüstenschluchten, Dünenlandschaften, verlassene Fincas und trotzige Wehranlagen an der Küste stellten ideale Kulissen für viele Western-, Kriegs-, Abenteuer- und Fantasyfilme dar.